Flammschutzhaube nach DIN EN 13911:2017

Flammschutzhaube nach DIN EN 13911:2017
Kopf- und Halsschutz für die Brandbekämpfung –
zertifiziert nach europäischer Norm
Die Flammschutzhaube nach DIN EN 13911:2017-11 ist Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) für Feuerwehrangehörige. Sie schützt Kopf, Hals, Nacken und Teile des Gesichts vor Wärme, Flammen, Funkenflug und Rauchgaspartikeln. Die Haube wird in Kombination mit Schutzkleidung nach DIN EN 469, Atemschutzgerät nach DIN EN 136/137 und Helm nach DIN EN 443 getragen.
Die Norm legt Mindestsicherheitsanforderungen und Prüfverfahren für Feuerschutzhauben fest, die bei der Brandbekämpfung eingesetzt werden.
Komponenten und Anforderungen im Detail
🔹 Materialaufbau
Zweilagige oder mehrlagige Konstruktion aus flammhemmenden Textilien (z. B. Aramid, Lenzing FR, PBI)
Muss Wärmebeständigkeit bis 180 °C und Restfestigkeit ≥ 200 kPa nach thermischer Belastung aufweisen
Kein Schmelzen, Tropfen oder Entflammen bei Kontakt mit Flammen (Prüfung nach ISO 15025)
🔹 Schnittform & Abdeckung
Anatomisch geformt, enganliegend ohne Druckstellen
Bedeckt Stirn, Wangen, Hals, Nacken und ggf. Schulteransatz
Kompatibel mit Atemschutzvollmasken (DIN EN 136) und Helmen (DIN EN 443) – kann über oder unter der Maske getragen werden
🔹 Gesichtsausschnitt
Elastisch eingefasst, individuell anpassbar
Muss ausreichende Abdichtung und Bewegungsfreiheit gewährleisten
Optional mit Partikelschutzmembran zur Reduktion von Rauchgasinhalation
🔹 Nähte & Verarbeitung
Flammhemmende Nähgarne, flache Nahtführung zur Vermeidung von Reibung
Keine metallischen oder schmelzbaren Komponenten
Muss nach Norm auf mechanische Festigkeit und Alterungsbeständigkeit geprüft sein
🔹 Pflege & Reinigung
Waschbar gemäß Herstellerangaben (meist 60–95 °C)
Muss nach Reinigung weiterhin alle Schutzfunktionen erfüllen
Prüfung auf Maßhaltigkeit und Materialveränderung nach Konditionierung
✅ Zertifizierung & Einsatzgrenzen
CE-Kennzeichnung gemäß PSA-Verordnung (EU) 2016/425
EG-Baumusterprüfung durch benannte Stellen (z. B. DEKRA, TÜV Rheinland)
Nicht geeignet für Chemikalienkontakt oder elektrische Gefährdung – hierfür gelten andere Normen
Kombinierbar mit Schutzkleidung nach DIN EN 469, Helm nach DIN EN 443 und Atemschutz nach DIN EN 136/137
