Pressluftatmer nach DIN EN 137:2006

Pressluftatmer Typ 2 Normaldruck

Pressluftatmer nach DIN EN 137:2006

Pressluftatmer Typ 2 Überdruck

Pressluftatmer nach DIN EN 137:2006

Umluftunabhängiges Atemschutzgerät für 
Brandbekämpfung und Rettungseinsätze

Der Pressluftatmer nach DIN EN 137:2006-02 ist ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät mit Vollmaske, das Feuerwehrangehörige bei Einsätzen unter Atemgifteinwirkung, Sauerstoffmangel oder thermischer Belastung schützt. Die Norm gilt für Geräte mit offenem Kreislauf, die mit komprimierter Atemluft betrieben werden und nicht für Flucht- oder Tauchgeräte.

Die Norm unterscheidet zwei Leistungsklassen:

Typ 1: Für allgemeine Anwendungen ohne Flammenkontakt

Typ 2: Für Brandbekämpfung mit Flammenkontakt und thermischer Belastung


 Komponenten und Anforderungen im Detail

🔹 Atemluftflasche

Hochdruckbehälter aus Stahl oder CFK (Carbonfaserverbund)

Betriebsdruck: 200 oder 300 bar

Volumen: 6–9 Liter (Einzelflasche oder Mehrflaschensystem)

CE-gekennzeichnet gemäß Druckgeräte-Richtlinie 2014/68/EU

🔹 Druckminderer (1. Stufe)

Reduziert Flaschendruck auf Mitteldruckniveau

Ausgangsdruck: ca. 5–9 bar

Muss auch bei 60 °C und -30 °C zuverlässig arbeiten

🔹 Mitteldruckleitung

Verbindung zwischen Druckminderer und Lungenautomat

Mechanisch geschützt, flammenhemmend ummantelt

🔹 Lungenautomat (2. Stufe)

Regelt Luftzufuhr abhängig vom Atemzug

In Normaldrucktechnik: Luftzufuhr bei Unterdruck

In Überdrucktechnik: Luftzufuhr bei leichtem Überdruck (ca. 3–5 mbar) zur Vermeidung von Kontamination

🔹 Tragesystem

Rückentrageplatte mit Schulter- und Hüftgurten

Flammenhemmend, ergonomisch geformt

Aufnahme für Flasche(n), Manometer, Warneinrichtung

🔹 Warneinrichtung

Akustisches Warnsignal bei Restdruck < 55 bar

Muss auch bei Umgebungslärm hörbar sein

🔹 Manometer & Druckanzeige

Anzeige des aktuellen Flaschendrucks

Optional mit elektronischer Anzeige oder Funkübertragung

✅ Zertifizierung & Einsatzgrenzen

CE-Kennzeichnung gemäß PSA-Verordnung (EU) 2016/425

EG-Baumusterprüfung durch benannte Stellen (z. B. DEKRA, TÜV Rheinland)

Nicht geeignet für Tauchgänge oder Fluchtgeräte – hierfür gelten DIN EN 250 bzw. DIN EN 402

Kombinierbar mit Flammschutzhaube nach DIN EN 13911 und Helm nach DIN EN 443

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